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Puppenhaus selber bauen

Der Bau eines Puppenhauses – Anleitung

Es kommt schon vor, dass die Tochter oder der Sohn einen dazu motiviert, ein Puppenhaus selber bauen zu wollen. Sie/er hat vielleicht schon verschiedene bei den Freundinnen und Freunden gesehen, und hätte auch gerne eines. Wie aber baut man ein solches Domizil?

Die Frage des Maßstabs

Zuerst einmal muss die Frage des Maßstabs geklärt sein. Also welche Puppen sollen dort wohnen können? Gibt es diese Puppen schon? Fast jedes Kind hat heutzutage Barbiepuppen, aber möglicherweise hat Ihr Kind auch kleinere Puppen, für die das Puppenhaus errichtet werden soll. Man misst also die Puppen ab, und schätzt, wie der Maßstab des Puppenhauses sein wird. Hierzu schätzt man ab, wie viele Zentimeter bei der Puppe in etwa einen „Puppenmeter“ ergeben würden. Der „Puppenmeter“ ist dann eine bestimmte Anzahl an realen Zentimeter, die als Leitfaden für die Konzeption des Puppenhauses dienen.

Wie soll das Haus aussehen?

Dann macht man sich Gedanken über das Aussehen des Hauses: soll es eine moderne Schachtel werden, oder ein Haus mit einem Satteldach? Soll es eine Solaranlage am Dach integrieren, oder ein ganz altes Haus werden? Eigentlich sind hier der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Pläne zeichnen

Als nächsten Schritt zeichnet man Pläne, wie ein Architekt es auch tun würde: Der Grundriss muss entwickelt werden. Hierzu werden die Puppenmeter herangezogen: wie groß sollte ein Zimmer sein? Nun, ein Wohnzimmer sollte schon mindestens 20 m2 haben, ein Schlafzimmer mindestens 10 m2, eine Küche ebenfalls 10 m2. Danach entwickelt man die Fassaden: wo soll ein Fenster liegen? Wie hoch sollen die Räume werden? Zum Schluss denkt man an das Dach: Satteldach, Flachdach oder Dachterrasse, alles ist möglich.

Sperrholzplatten zuschneiden lassen

Hat man alle Teile im Maßstab 1:1 aufgezeichnet, kann man zum Baumarkt gehen, und sich die großen Teile zuschneiden lassen. Es eignet sich für diese Zwecke gut eine Sperrholzplatte, die fast in jedem Baumarkt erhältlich und zugeschnitten wird. Mit der Laubsäge, oder aber auch mit der Stichsäge kann man die Fenster ausschneiden und dann alles mit Holzleim zusammenkleben.

Wände, und Böden

Dann geht es an den Feinschliff: wie soll der Boden sein? Auch im Puppenhaus hat man viele Möglichkeiten, man kann einfarbig ein Papier zuschneiden, oder ein kleines Stück Linoleum hineinlegen. Oder auch liebevoll einen Schiffboden machen mit kleinen Hölzern, die man nebeneinanderlegt und mit Holzleim fixiert. Das Fenster braucht einen Rahmen, die Küche kann aus Holz mittels Holzklötzen angefertigt und dann lackiert werden. Betten können ebenfalls aus Holz hergestellt werden. Von Bosch gibt es im Internet eine ausführliche Anleitung mit einem Video dazu

Werkzeuge

Werkzeuge wie Stichsäge, Kreissäge, Säbelsäge und Bohrer sind zwar hilfreich, aber nicht unbedingt erforderlich. Man kann die Möbel auch mit der Laubsäge machen, allerdings ist dies aufwendiger. Im Grunde genommen kommen wahrscheinlich erst mit dem „Bauen“ des Hauses die Ideen mit der Einrichtung. Hierzu kann auch die Tochter oder der Sohn herangezogen werden und Möbel entwerfen. Sie werden erstaunt sein, wieviel Kreativität in den Kindern steckt und auf welche absurden, jedoch genialen, Einfälle die Kleinen kommen. Werden die Kinder letztendlich eingebunden, kann sich so ein schönes Familienprojekt entwickeln, welches nicht nur den Puppen ein schönes zu Hause bietet, sondern auch die Familienbande stärkt.

Die Beleuchtung

Hat man ganz viel Zeit und Freude an dem Puppenhaus gewonnen, ist zudem eine elektrische Beleuchtung mittels LED-Lampen möglich. Dies wird dann auch die Erwachsenen begeistern, wenn in der tiefsten Nacht noch Licht im Hause Barbie brennt.

Puppenhaus selber bauen – oder kaufen?

Wer sich all dies nicht antun möchte, und auch keine Freude am Bauen empfinden kann, der hat auch die Möglichkeit ein Puppenhaus zu kaufen. Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an unterschiedlichen Modellen, die alle darauf warten, in einem Kinderzimmer Platz zu finden, und geliebt zu werden.


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